Anträge der Ökologischen Liste an die Stadtverordnetenversammlung
Kündigung Eigenjagdpacht für den Eigenjagdbezirk 11.01.2026
Ausweisung der Zufahrt zum Waldcampingplatz 11.01.2026
Aufhebung des Sperrvermerks für Parkplatz "Hinter der Mauer" 15.12.2025
Streichung von EUR 200.000,00 für Abriss alte Grundschule Friedrichstraße
15.12.2025
Einrichtung Akteneinsichtsausschusses betreffend 26.10.2025
Abbruchgenehmigung der ehemaligen Kreisberufsschule in Homberg Ohm
Bebauungsplan auf den Hohläckern - Aufstellungsbeschluss 02.07.2024
Bebauungsplan auf den Hohläckern - Kindertagesstätte 02.07.2024
Erhalt des Büros Homberg / Ohm der
Diakoniestation Ohm-Felda im Familienzentrum Homberg (Ohm) 27.04.2024
Presseartikel
Daseinsvorsorge für Gesundheit hat oberste Priorität - Oberhessen …
veröffentlicht Oberhessen-live am 11.02.2026
Die Ökologische Liste Homberg (Ohm) betont die zentrale Bedeutung der gesundheitlichen Daseinsvorsorge im ländlichen Raum. Mit der Eröffnung einer ..
Barbara Schlemmer führt Ökologische Liste Homberg (Ohm) an
veröffentlicht Oberhessen-live 24.01.2026 -
Mit geballter Frauenpower tritt die Ökologische Liste Homberg (Ohm) zur Kommunalwahl am 15. März an. Die Liste wurde 2023 von Barbara Schlemmer
Kündigung der Jagdpacht im Eigenjagdbezirk 11.01.2026
Mit freundlichen Grüßen. Schlemmer. Barbara Schlemmer. Fraktionsvorsitzende Ökologische Liste Homberg (Ohm). 2 von 2 gez. Elke Müller.
Gegen teuren Deal - veröffentlicht Alsfelder Allgemeine 15.08.2025
Schlemmer schlägt vor, den Mitarbeiter weiter arbeiten zu lassen. Dann entstünden keine unnötigen Kosten und der Mitarbeiter habe einen Job.
Ökologische Liste kritisiert teuren Kündigungs-"Deal" der...
veröffentlicht Oberhessen-live 26.08.2025
Mindestens 170.000 Euro aus der Stadtkasse für unwirksame Kündigung – Forderung nach Transparenz und Konsequenzen Ökologische Liste kritisiert ...
Denkmalschutz der ehemaligen Grundschule Homberg (Ohm), Friedrichstraße
Offener Brief 01.08.2024
an Magistrat der Stadt Homberg (Ohm), Untere Bauaufsichts- / Denkmalschutzbehörde des Vogelsbergkreises, Landesamt für Denkmalpflege Marburg
Landesamt für Denkmalpflege Wiesbaden, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur / Obere Denkmalschutzbehörde
Diakoniestation muss im Familienzentrum bleiben
veröffentlicht Oberhessen-live 09.05.2024
Kritik an Umgang der Stadt Homberg mit Diakonie Ökologische Liste fordert: Diakoniestation muss im Familienzentrum Homberg (Ohm) bleiben.
Ökologische Liste: Diakoniebüro in Zentrum halten - veröffentlicht Alsfelder Allgemeine
07.05.2024 — Homberg (pm). In der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung stellt die Ökologische Liste einen Antrag auf Verbleib der ...
Bürgermeisterin soll von "persönlichen Unterstellungen" ...
veröffentlicht in Osthessen News 02.01.2024 —
Darauf entgegnet nun Barbara Schlemmer, Fraktionsvorsitzende Ökologische Liste. ... Homberg (Ohm) vom 16. November 2023. Darin beklage der ...
Sargnägel für die Innenstadt - veröffentlicht Alsfelder Allgemeine12.12.2023
»Sargnägel für die Innenstadt«. Stand: 12.12.2023, 16:37 Uhr ... Innenstadt zu schützen und damit selbst einen Sargnagel für Homberger ...
Wegzug zweier Banken in Homberg
veröffentlicht Allgemeine Zeitung 17.12.2023
Der Wegzug zweier Banken in Homberg besorgt die Ökologische Liste Homberg. Es seien zwei Sargnägel für die Innenstadt. 17. Dezember 2023 – 01:00 Uhr
"Ökologische Liste fürs Stadtparlament"
veröffentlicht Alsfelder Allgemeine24.10.2023
Aufgrund der ökologischen Ausrichtung trägt die neue Fraktion im Stadtparlament daher auch den Namen Ökologische Liste Homberg (Ohm). Im ...
Betreff: Denkmalschutz der ehemaligen Grundschule Homberg (Ohm), Friedrichstraße Hier: Ökologische
Liste fordert Einhaltung des Hessischen Denkmalschutzgesetzes
Sehr geehrte Damen und Herren,
die ehemalige Grundschule in der Friedrichstraße in Homberg (Ohm) steht als Einzelobjekt unter
Denkmalschutz. Ein Antrag auf Abriss durch die Stadt Homberg wurde abgelehnt. Der Magistrat
befindet sich seit über einem Jahr diesbezüglich im Widerspruchsverfahren mit den beteiligten
Behörden beim Vogelsbergkreis und beim Hessischen Landesamt für Denkmalpflege. Diese Behörden sehen
bislang keine Möglichkeit, den Abriss zu genehmigen, weil die dafür notwendigen rechtlichen
Grundlagen nicht gegeben sind. Auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke. /Klimaliste in der letzten
Kreistagssitzung wurde folgende Antwort erteilt: "Der Magistrat der Stadt Homberg (Ohm) befindet
sich im laufenden Widerspruchsverfahren gegen den Ablehnungsbescheid der Unteren Bauaufsichts- /
Denkmalschutzbehörde des Vogelsbergkreises. Mit Schreiben vom 10.10.2023 wurde der Magistrat der
Stadt Homberg (Ohm) gebeten, eine überschlägige planerische sowie kostenmäßige Überprüfung
alternativer Nutzungsmöglichkeiten einzureichen. Bislang liegen diese Unterlagen nicht vor. Eine
korrekte Abwägung und abschließende Entscheidung des Widerspruchs kann erst nach Vorlage erfolgen."
(XII/KT0332)
Mit anderen Worten kommen die Bürgermeisterin und der Magistrat von Homberg (Ohm) seit über 10
Monaten ihrer Verpflichtung nicht nach, sachgerechte Argumente für den Abriss des Gebäudes und
gegen die auf dem Tisch liegenden alternativen Nutzungsmöglichkeiten und Nachnutzungen vorzulegen.
Hingegen wurden von uns seit über 1 Jahr drei Nutzungsmöglichkeiten schriftlich unterbreitet und
auch in der Presse veröffentlicht, die von verschiedenen Seiten als umsetzbar und sinnvoll erachtet
werden, darunter der Vorschlag eines ortsansässigen Architekturbüros für die Schaffung
barrierefreier Wohnungen und ggf. auch einer Tagesbetreuung, die Homberg dringend bräuchte. Wir
wurden kürzlich darüber unterrichtet, dass der Investor Paul der PaWo GmbH, Linden
(companyhouse.de) bereit wäre, zusammen mit diesem Architekturbüro diese Planung nach den Regeln
des Denkmalschutzes umzusetzen. Herr Paul soll dies Bürgermeisterin Ried bereits selbst
vorgeschlagen haben. Dies wäre ein Glücksfall für Homberg und die Überprüfung dieser Option ist
dringend geboten, da so der Fortgang eines sinnvollen und dringend benötigten Wohnprojektes im
Einklang mit dem Denkmalschutz möglich wäre. Und zwar, ohne die Stadt Homberg (Ohm) finanziell
zu belasten. Umso irritierender ist, dass die Bürgermeisterin von dieser Option bisher an keiner
Stelle berichtet hat.
Der ursprüngliche Kaufvertrag mit der PaWo-GmbH ist indes bereits am 30.06.2022 abgelaufen und
somit nicht mehr gültig. Der Kaufpreis für das Grundstück steht seit Jahren als geplante Einnahme
im Homberger Haushalt, obwohl ein Verkauf derzeit unrealistisch ist. Dazu liegt eine Beschwerde
bei der Kommunalaufsicht vor, weil angesichts des hoch verschuldeten Homberger Haushaltes
erneut Einnahmen ausgewiesen werden, die wiederholt in der Vergangenheit schon nicht
eingenommen wurden.
Es wäre also ein Glücksfall, wenn die PaWo GmbH und das ortsansässige Architekturbüro im
Einvernehmen die vorgelegte Planung für barrierefreie Wohnungen oder eine ähnliche Planung zum
Wohle aller Homberger endlich umsetzen könnten und damit im Einvernehmen mit dem
Denkmalschutz endlich die dringend benötigten Wohnungen schaffen und außerdem ein
innenstadtnahes Kleinod aus dem Kulturdenkmal gestalten könnten. In einem Park, der zusätzlich
den allerorten gewünschten Hitzeschutz durch seinen vorhandenen Baumbestand schon
bereitstellt sowie große Grünflächen für Alt und Jung.
Der Klimakommune Homberg (Ohm) stünde es gut an, den Aspekt der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Klimagerechtes Bauen berücksichtigt den Grundsatz "Sanierung vor Abriss und Neubau". In Zeiten knapper werdender Ressourcen ist es Standart in vielen Architektur- und Planungsbüros, zuerst den Bestand zu erhalten und zu sanieren, bevor weitaus teurer und weniger ökologisch Abriss und Neubau durchgeführt werden. Baustoffe werden knapper und teurer. Daher
ist es sowohl Gebot der Wirtschaftlichkeit als auch der Ökologie, die gute Bausubstanz der
ehemaligen Grundschule in der Friedrichstraße zu erhalten und zu sanieren.
Da Bürgermeisterin Ried den Behörden seit nunmehr über einem Dreivierteljahr offensichtlich keine
sachgerechten Unterlagen vorgelegt hat, die die Notwendigkeit eines Abrisses begründen würden,
besteht der Verdacht einer Verzögerungsstrategie, um über politische Einflussnahme einen
rechtswidrigen Abriss zu erzwingen, wie sie in einer Stadtverordnetenversammlung auch bereits
angedeutet hatte. Uns ist daher wichtig, alle Nachnutzungsmöglichkeiten für das Gebäude im Sinne
des § 14 HDSG korrekt zu prüfen. Und bislang sind jedenfalls mehrere Nachnutzungsmöglichkeiten
evident. Auch gibt es dafür offensichtlich Planer und Investoren.
Währenddessen wird das Gelände in der Friedrichstraße zunehmend zu einem lost place, auf dem
sich Müll sammelt und Scherben herum liegen. Am Schulgebäude werden Scheiben eingeworfen
und es entsteht der Eindruck, dass man das Gebäude gezielt vergammeln lässt.
Diese traurige Respektlosigkeit gegenüber den Zeugen unserer Vergangenheit lässt sich nicht nur
bei diesem Denkmal feststellen. Bahnhofsgebäude, Friedhofskappelle, das Viadukt über die Ohm,
der alte jüdische Friedhof, all diese Zeugen und Boten der Vergangenheit fristen in Homberg (Ohm)
ein Dasein morbiden Verfalls oder der Zerstörung.
Wir appellieren daher an den Magistrat und die Bürgermeisterin von Homberg (Ohm), endlich gemäß
den gesetzlichen Vorschriften für die Denkmäler zu sorgen. Dabei geht es auch um den Schutz von
Vermögenswerten der Homberger Bürgerinnen und Bürger.
An die zuständige Kreisbehörde und das zuständige Landesamt für Denkmalpflege appellieren wir,
das Widerspruchsverfahren rechtskonform zügig für den Erhalt des Denkmals ehemalige
Grundschule in der Friedrichsstraße Homberg (Ohm) zu entscheiden und damit den Weg für eine
zeitnahe denkmalgerechte Umnutzung freizumachen. Die Obere Denkmalschutzbehörde bitten wir
um entsprechende Unterstützung.
Homberg (Ohm), 01.08.2024 (Erdüberlastungstag!)
Rede zum Haushalt für 2026
Auf den ersten Blick sieht der HH 26 fast harmlos aus. Bei Investitionen von 6,57 Mio. €, Aufwendungen von 24,76 Mio. € und Erträgen von 21,92 Mio. € wird mit einem Defizit von rund 3 Mio. € geplant.
Grundsteuern und Gewerbesteuern soll unverändert bleiben.
Die Rücklagen sollen bis Ende 2026 auf 760.000 € (2025: 3,75 Mio.) abschmelzen. Das ist angesichts der Herausforderungen der kommenden Jahre nahezu null.
Die geplante Verschuldung soll 2026 um 5 Mio. € auf nahezu 11,5 Mio. € steigen. Bis Ende 2028 auf fast 13 Mio. €. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt stetig, während die Einwohnerzahlen fallen.
Ich bezeichne diesen Haushalt 2026 als den fein frisierten HH der Ruhe vor dem großen Sturm. Und der Sturm wird loslegen nach der Kommunalwahl am 15. März 26.
Auch der VB-Kreis schont seine Bürgerinnen und Bürger vor der Wahl. Keine Erhöhung der Kreis- und Schulumlage. Offiziell, weil man die Kommunen nicht noch mehr belasten möchte. Natürlich aber in dem Wissen, dass sonst die Kommunen vor der Wahl gezwungen wären, die Grund- und Gewerbesteuern zu erhöhen. Das wäre wahlschädlich.
Alle Randbedingungen weisen jedoch darauf hin, dass im kommenden Jahr Schluss mit lustig ist. Auch der Kreis wird 2026 an das Ende seiner Rücklagen kommen und dann sowohl Kreis- als auch Schulumlage kräftig erhöhen müssen. Und dann wird auch in Homberg das böse Erwachen kommen.
Wofür soll das Geld 2026 verwendet werden? Straßenbau, Infrastruktur, Feuerwehr, das darf als sinnvoll oder sogar nötig betrachtet werden.
Gleichzeitig muss man fragen was getan wird, um die Straßen gerade angesichts des gestiegenen Verkehrs nach Eröffnung der A49 zu schonen? Beispielsweise durch Tempolimits für LKW, die in großem Stil unsere Straßen zerfahren. Auch möchte ich nicht wissen, wie die städtischen Kanäle im Bereich der Ortsdurchfahrten angesichts des Geknalles der LKW in die Kanaldeckel aussehen. Kosten, die auf unsere Bürger zukommen.
Gerade beim Straßenbau liegen zusätzliche Leichen im Keller, die Homberg in den nächsten Jahren stark belasten werden. Allein die im Hurrageschrei über die A49 abgestuften Kreisstraßen K56 und K54 werden uns mit ihren Kosten noch über Jahre die Tränen in die Augen treiben. Die K54 zwischen Appenrod und Dannenrod ist in einem so erbärmlichen Zustand, dass unverständlich ist, dass der Magistrat diese Straße als noch für 5 Jahre verkehrssicher abgenommen hat. Hier kommen Millionenkosten auf uns zu. Bei der K56 von Maulbauch Richtung Wäldershausen warten nicht nur Winterdienst und Instandhaltung auf, sondern auch die Pflege und Instandhaltung der Steilhänge des Canyons. Über den Zustand der zerstörten Rad- und Feldwege herrscht derzeit Ungewissheit. Aus diesem Komplex Verkehrswege allein lässt sich ableiten, dass in Homberg seit Jahren Entscheidungen getroffen werden, deren Tragweite offensichtlich nicht erfasst wird und deren Auswirkungen uns dann in die Knie zwingen. Erst denken, dann handeln wäre geboten!
Vor diesem Hintergrund ist vollkommen unverständlich, dass Planungen für eine Erweiterung des Baugebietes “Breithecker Feld” aufgenommen werden sollen. Die Haushaltsberatungen schon für den Haushalt 2025 haben uns dringlich nahegelegt, den Aufbau neuer Infrastrukturen, die zusätzlich erhebliche Nachfolgekosten nach sich ziehen werden, zu unterlassen. Bei der in diesem Saal chronischen Beratungsresistenz kann man sich diese Beratungen zukünftig sparen. Der Homberger Steuerzahler wird berappen müssen. Es sein denn, er wählt mal klüger als in der Vergangenheit.
Weiter finden wir erhebliche versteckte Lasten im Haushalt:
1.
Die Klageritis der Bürgermeisterin: wieviel Klageverfahren führen Sie eigentlich? Und welche Kosten fallen für diese Verfahren an? Mit
diesen Kosten verpulvern Sie das Geld der Homberger Steuerzahler. Nach den teuren Rausschmissen von Personal führen Sie ein Abrissverfahren für das Gebäude der alten Grundschule. Das wäre eigentlich per Kaufvertragsentwurf die Sache des Investors. Sie haben in dem Verfahren eine Anwaltskanzlei beauftragt. Unverständlich, da der Investor das Verfahren zu führen hätte. Jetzt haben Sie sogar noch 200.000 € für den Abriss des Gebäudes der alten Grundschule in den Haushalt eingestellt. Auch der Abriss des Gebäudes wäre Sache des Investors! So, wie Sie die Sache betreiben, wird die Stadt Homberg bei der Sache noch drauflegen. Das riesige Grundstück von über 6000 m2 soll für 300.000 € verkauft werden. Das ist ein Schnäppchenpreis. Dafür war immer klar, dass der Investor die Abbruchkosten übernehmen muss. Wie kommen Sie eigentlich dazu, diese ganzen Kosten dem Homberger Steuerzahler aufzuerlegen, der jetzt bei der ganzen Sache noch drauflegen muss, um anschließend Wohnen mieten zu können , die bei einem Quadratmeterpreis ab 20 € liegen dürften. Das rechnet sich nur für einen: den Investor. Für wen aber sind Sie eigentlich gewählt? Wieso führen Sie auf Steuerzahlerkosten ein Verfahren, für das keinerlei Verpflichtung besteht?
2.
Kita-Neubau Nieder-Ofleiden. Bis heute kennen wir den Kaufvertrag und die Regelungen zur Erschließung nicht. Auch da haben Sie jetzt einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Weil es offensichtlich Probleme bei der Übernahme der Erschließung gibt.
3.
Prozesse Personal. Wieviel Verfahren haben oder führen sie eigentlich, um unliebsame Leute loszuwerden? Altgediente Leute, die die Interna von Homberg kennen und über Fachwissen verfügen, schmeißen sie für teures Geld raus. Dann stellen Sie Personal ein, das sich nicht auskennt und für die einfachsten Entscheidungen ein Gutachterbüro benötigt. (Breithecker Feld / Regionalplan). Während Sie die Guten rausschmeißen oder kaltstellen, stellen Sie Leute ein, die woanders wegen Arbeitszeitbetrug rausgeflogen sind. Und wie viele sind eigentlich dauerhaft krank? Und welche Rolle spielt dabei das Betriebsklima? Ist Ihnen klar, welche Kosten Mobbingstrukturen in einer Verwaltung erzeugen? (Der volkswirtschaftliche Schaden: über 4,3 Milliarden Euro jährlich – konservativ geschätzt.)
4.
Beschwerden zufolge ist die Kita Hochstraße unterbesetzt und die Leute melden sich wegen Überlastung krank. Gleichzeitig ist das neue Personal für die Kita Nieder-Ofleiden als Doppelbesetzung in der Kita Nieder-Ofleidens
5.
Der größte Unsinn allerdings ist der geplante Umzug der gesamten Verwaltung in das Gebäude der Sparkasse. Diese Kosten sind vollkommen inakzeptabel. Außerdem, dass die Verwaltung sich dann jahrelang nur noch mit sich selbst statt mit dem Bürger beschäftigen würde,
Wir lehnen den HH in allen Teilen ab und beantragen namentliche Abstimmung für alle.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Barbara Schlemmer, 15. Dezember 202
Rede zum Haushalt 2025
Von Barbara Schlemmer, Ökologische Liste Homberg (Ohm)
Mit Karacho in das finanzielle Chaos!
Liebe Homberginnen und Homberger, sehr geehrte Damen und Herren der Presse, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Der Haushalt 2025 steht unter dem vorsätzlichen Planansatz “mit Karacho in das finanzielle Chaos”.
Die Kennzahlen: Das ordentliche Ergebnis wird mit einem Minus von fast 2,8 Millionen € geplant. Die Kreditaufnahme beträgt 8,2 Millionen €. Damit soll die Verschuldung auf 11.936.743 Millionen €, also fast 12 Millionen Euro bis zum 31.12.2025 in die Höhe getrieben werden. Der Schuldenstand soll im Dezember 2028, also nach der ersten Amtszeit von Bürgermeisterin Ried, etwas über 11 Millionen € stehen. Zur Erinnerung: Bürgermeisterin Blum hatte es geschafft, den Schuldenstand auf etwas unter 5 Millionen Euro zu senken.
Die Rücklagen sind Stand jetzt seit Dezember 2023 von 5.266.932 Millionen € auf 3.499.590 Millionen gesunken. Sie sollen weiter sinken bis Dezember 2025 auf 724.191 €. Angesichts der bestehenden Verpflichtungen der Stadt Homberg und in Relation zum Schuldenstand ist das quasi NICHTS!
Die Hebesätze der Grundsteuern A und B sollen auf 432 % festgesetzt werden. Sie sollen damit deutlich über den Empfehlungen des Landes Hessen für die Grundsteuersätze für Homberg (Ohm) liegen. (A 333%, B 407,09 %). Wofür sollen wir Homberger eigentlich über dem Durchschnitt bluten?
Und wie sieht das Umfeld dieser Haushaltsplanung aus?
1.
Die Einwohnerzahlen Hombergs sinken. Laut Zensus sind wir mit 7014 Einwohnern deutlich unter die wichtige Marke von 7500 EW gesunken. Das Ergebnis des Zensus weist einen Schwund von 7% aus, das sind 555 Einwohner. Selbst die abweichende Zahl der Bürgermeisterin liegt mit 7485 darunter. Die Prognose für 2035 liegt bei 6000 Einwohnern. Dabei werden die Schlüsselzuweisungen und Steuereinnahmen für Homberg entsprechend stark sinken. Das heißt im Klartext: Immer weniger Einwohner sollen geplant eine immer höhere Verschuldung stemmen und müssen den Erhalt der bestehenden Infrastruktur gewährleisten. Daher sollten wir uns ernsthaft fragen.: Welche Infrastruktur schaffen wird jetzt noch zusätzlich, die von immer weniger Menschen und weniger Umlagen und Steuern dauerhaft finanziert werden muss? Was ist nachhaltig zu finanzieren?
HH-Rede Barbara Schlemmer 2 von 4 Ökologische Liste
2.
Der Vogelsbergkreis befindet sich selbst in einer angespannten Haushalts-Lage und muss die Umlagen erhöhen. 2025 die Kreisumlage. Im Folgejahr wird die Erhöhung der Schulumlage mit Sicherheit folgen.
3.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwanken und eine sichere Kalkulation mit der Gewerbesteuer hat sich in den letzten Jahren oft als falsch erwiesen. Wir sehen gerade am Beispiel des Gewerbestandorts Stadtallendorf einen krassen Einbruch der Gewerbesteuern und wissen, dass wir uns auf diese Komponente nicht sicher verlassen können. Das Industrie- und Gewerbegebiet am Roten Berg, sollte es entwickelt werden, wird der Stadt Homberg frühestens in 10 Jahren Einnahmen bringen. In welcher Höhe ist vollkommen ungewiss. Und am Beispiel von Löhnberg sehen wir, dass auch eine Kommune pleite gehen kann.
Investitionen: Wofür soll das Geld investiert werden?
Die Stadt Homberg will in 2025 Investitionen über 8,2 Millionen Euro hohe Kredite finanzieren. Wo liegen die dicksten Brocken?
1.
Freiwillige Feuerwehr: Diese Investitionen sehen wir als notwendig an. Die Feuerwehren müssen gut ausgerüstet sein! Wir kritisieren jedoch, dass an unserer Kommune die Kosten für Einsätze auf den Autobahnen, besonders auf der neu hinzutretenden A49 gestemmt werden müssen, während die ÖPP-Partner als Betreiber der Autobahn die Gewinne einstecken. Wir fordern daher den Magistrat und besonders unsere gut nach Wiesbaden und in die CDU vernetzte Bürgermeisterin auf, dafür einzutreten, dass Land und Bund zur Ausstattung der freiwilligen Feuerwehren und des Katastrophenschutzes mehr Zuschüsse geben. Und dass die privaten Betreiber der A49 an den Kosten beteiligt werden.
2.
Kita Nieder-Ofleiden: Ich beziehe mich hier auf die Haushaltsberatung durch das Land Hessen und die Ausführungen des Vertreters des Landesrechnungshofes, wonach die Stadt Homberg statt eines teuren Neubaus in Höhe von 4 Millionen € eine der vielen städtischen Liegenschaften preisgünstiger umnutzen sollte (DGHs, alte Grundschule). Statt diesen häufig wenig genutzten Kostenfressern noch einen weiteren Kostenfresser hinzuzufügen. Statt eine neue Kita mit Aussicht auf gesundheitliche Kindswohlgefährdung an der Hauptstraße in Nieder-Ofleiden zu bauen, haben wir schon lange vorher genau das vorgeschlagen, was die Haushaltsberatung des Landes Hessen vorgeschlagen hat: die Umnutzung eines bestehenden Gebäudes, nämlich der ehemaligen Grundschule in der Friedrichstraße. Dies umso mehr, als die neue Kita auch Folgekosten für die Verkehrs- und Zugangssituation zu dem Gelände des Privatinvestors Müller (D5-Immobilien) mit sich bringen soll. Die Homberger Steuerzahler werden mutmaßlich für zusätzliche Parkplätze und geplante Zuwegungen aufkommen müssen. Der Personalbedarf steigt um 2,5 Stellen inclusive einer neuen
HH-Rede Barbara Schlemmer 3 von 4 Ökologische Liste
Kitaleitung, falls man dieses Personal
auf dem leer gefegten Personalmarkt überhaupt findet? Die jährlich wiederkehrende Forderung der Finanzaufsicht, dass alle Investitionen sorgfältig auf Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Folgekosten überprüft werden sollen, kann man in Homberg mittlerweile getrost in die Tonne treten. Sie wird einfach nicht seriös durchgeführt!
3.
Bauhof: Gemäß den Vorschlägen der Haushaltsberatung fordern wir eine Neuorganisation des Bauhofes, bevor überhaupt weitere teure Fahrzeuge angeschafft werden. Solange Mitarbeiter des Bauhofes hingebungsvoll Laub im Wald mit Laubbläsern entfernen, gleichzeitig über Jahre aber in hunderten von Homberger Hauhalten die Eichfrist bei den Wasserzählern abgelaufen ist, muss vermutet werden, dass durch Mängel in der Organisation des Bauhofs auch hier vollkommen unnötige Kosten produziert werden.
Mangelnde Seriosität der Planungen:
Zuletzt stelle ich die Seriosität der finanziellen Planung einiger Projekte in Frage:
1.
Die Sanierung der Stützmauer in der Jahnstraße wird mit 125.000 € beplant. In der letzten SVV hat die Bürgermeisterin von einem Orttermin berichtet, aus dem diese Schätzung stammen soll. In Wahrheit jedoch handelte es sich dabei um einen Gerichtstermin. Und die geschätzten Kosten für die Mauer dürften demzufolge mindestens doppelt so hoch liegen. Allein, dass den Stadtverordneten vorenthalten wurde, dass hier ein Gerichtsverfahren vorliegt, macht die mangelhafte Seriosität deutlich. Genau genommen hätte der Magistrat für das Führen eines Prozesses mit einer solcher Tragweite einen Beschluss der Stadtverordneten gebraucht. Denn allein durch das Führen des Prozesses können erhebliche Kosten auf die Stadtkasse zukommen. Niemand muss sich wundern, dass mit solchen Vorgehensweisen das Vertrauen in die Integrität von Führungspersonen und in demokratische Prozesse verloren geht.
2.
Friedhofskapelle Homberg. Der HH-Plan weist diesbezüglich die Spende einer Homberger Bürgerin von 130.000 € für einen geplanten Anbau aus. Allerdings ist es unmöglich, einen Anbau an die Kapelle zu setzten, ohne sie vorher zu sanieren. Denn gerade auf der Rückseite des Gebäudes hat durch mangelhafte Pflege der Liegenschaft Efeu bereits starke Schäden an der Außenwand erzeugt. Mit ziemlicher Sicherheit wird die Stadt Homberg also noch einige Gelder selbst in die Hand nehmen müssen, um überhaupt die nötigen Voraussetzungen für den gesponsorten Anbau zu schaffen. Ich halte es für unseriös, das zu verschweigen und so zu tun, als sei die gesamte Maßnahme mit der 130.000 € - Spende erledigt.
Ich beschränke hier mich auf diese beiden Beispiele. Und dass sie pars pro toto für den Umgang mit der Planung von Investitionen in Homberg stehen, beweist in allererster Linie der desaströse Umgang mit der Sanierung des Burghain, deren Kosten sich nach unrealistischer Schönrechnerei mehr als verdoppelt haben.
HH-Rede Barbara Schlemmer 4 von 4 Ökologische Liste
Seriös müssen wir in den Haushalt 2025 also noch die realen Kosten der Positionen einrechnen, die bisher zu niedrig beziffert bzw. schön gerechnet sind. Dann dürfte sich die nötige Verschuldung noch weiter erhöhen.
Die Erweiterung des Stellenplans um 2,5 Stellen lehnen wir ebenfalls ab. Ebenso wie den gesamten Haushalt.
Wir beantragen namentliche Abstimmung!
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Barbara Schlemmer, Ökologische Liste Homberg (Ohm)
16. Dezember 2024
Rede zum Haushalt 2024
Liebe Homberger:innen, sehr geehrte Damen und Herren der Presse, liebe KollegInnen!
Nach der Logik von Friedrich Merz und seiner CDU müsste angesichts dieses HH die CDU sofort das Verfassungsgericht anrufen und ein Ruf wie Donnerhall nach der Schuldenbremse müsste durch die Straßen + Gassen von Homberg erschallen. Will doch der Homberger Magistrat die Neu- Verschuldung allein in diesem Jahr 2024 von jetzt 4,1 Millionen um 6,2 Millionen € auf am Ende dieses Jahres auf sage und schreibe 9,84 Millionen € erhöhen. Am 31.12.2027 soll der Schuldenstand sich dann auf 13.106.488,68 € belaufen. In 4 Jahren also mehr als eine Verdreifachung! Bei einem Fehlbedarf von jetzt bereits 1,77 Millionen €. Wo steht eigentlich der Dukaten spuckende Goldesel, meine Damen und Herren?
Und wofür soll das Geld verwendet werden? Zuallererst für den Bau einer neuen Kita in Nieder-Ofleiden. Im HH mit 3,6 Millionen € beplant. Den Stadtverordneten liegen bislang darüber hinaus wenig belastbare Entscheidungsgrundlagen vor. Für dieses Projekt hat die SVV am 18.07.2023 beschlossen, dass der Magistrat dem HFA einen Vertragsentwurf zur Beratung vorlegt. Dies ist bis heute nicht erfolgt und die Zustimmung zu diesem HH-Posten gleicht Stand jetzt dem Kauf der berühmten Katz im Sack, da wir wenig weitere Daten, Zahlen, Fakten zu diesem Projekt kennen. Das ist in etwa so, als würden Sie, liebe ZuhörerInnen, ein Haus kaufen, von dem Sie außer einem eventuellen Preis nichts wüssten. Würden Sie das tun? Mutmaßlich nein, denn das entspricht keiner seriösen HH-Planung!
Auch darüber, dass die IPC GmbH eine Bauvoranfrage für den Bau einer 3gruppigen Kita gestellt hat, wurden wir nicht informiert. Vielmehr hat der Magistrat diese Anfrage am 30. Januar verworfen, ohne der SVV überhaupt davon zu berichten.
Dagegen hat uns die Finanzaufsicht bei der Erteilung der letzten HH-Genehmigung die Auflage gemacht, alle Investitionen sorgfältig auf Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Folgekosten zu überprüfen. All dies ist für den Neubau einer Kita in Nieder-Ofleiden nicht erfolgt! Eine Alternativen Prüfung, auch zur Miete, wurde der SVV nicht nachvollziehbar vorgelegt. Damit ist die Grundlage für eine Zustimmung zum Neubau der Kita nicht gegeben!
Bei einem Blick in die Nachbar-Gemeinde Burg-/ Nieder-Gemünden stellen wir fest, dass die Kosten für den Um- und Ausbau der Kita dort von ursprünglich 3,4 Millionen Euro nun auf 5,2 Millionen Euro angestiegen sind, wie die Oberhessische Zeitung am 19.01.2024 unter der Überschrift Viel Geld für den Nachwuchs (oberhessische-zeitung.de) berichtet hat. Und genau mit einer solchen Preissteigerung müssen auch wir rechnen, zumal in den 3, 6 Mill. € weder die Kosten für die Ausstattung noch für das Außengelände enthalten sind.
Wir vertreten die Auffassung, dass statt eines teuren Kita-Neubaus u.a. das vorhandene Grundschul-Gebäude in der Friedrichstraße für die Nutzung als Kita geprüft werden sollte. Bis jetzt gibt es für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude keine Abrissgenehmigung. Dem stehen rechtlich viele Nutzungsmöglichkeiten entgegen. Ohne Abrissgenehmigung sind der Beschluss der SVV und der Vertrag zum Verkauf des Areals nichtig. Und statt weiter verbissen für den Abriss des Gebäudes zu kämpfen und durch politische Beziehungen eine rechtlich angreifbare politisch motivierte Ministeranordnung anzustreben, wäre es aus unserer Sicht sinnvoller, das Gebäude schnellstmöglich zu sanieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. Eben beispielsweise als Kita mit großem Außengelände, Spielplatz und ausreichend PP. Dabei dürfte die Stadt Homberg mit deutlich weniger Kosten als bei einem Neubau auskommen. Die 300.000 € für den Verkauf des ca. 6000 m2 großen Geländes sind aus unserer Sicht ohnehin viel zu niedrig. Gerade angesichts unserer schwierigen HH-Situation sollten wir ein solches Filetstück unserer Großgemeinde nicht verschleudern. Sondern aufgrund der veränderten Gesamtsituation jetzt Flexibilität und Pragmatismus an den Tag legen und zu unseren Gunsten umplanen. Im Übrigen wäre das Gelände auch für die Flüchtlingsunterbringung geeignet. Statt dafür weitere noch unbekannte Kosten für die Anschaffung von Containern aufzuwenden, wie es die BM vor Kurzem in der Presse angedeutet hat, und die in diesem HH noch gar nicht berücksichtigt sind.
Ein weiterer großer Betrag soll in die Sanierung von Straßen fließen. Z.B. die Welckerstraße in Ober-Ofleiden. Die hat es sicher nötig. Doch habe ich Zweifel, dass die dafür eingeplanten Kosten von 675.000 € reichen werden? Bei der Sanierung des Burghain haben wir gesehen, dass sich die Annahme von 830.000 € Sanierungskosten auf mehr als das Doppelte verteuert hat. Die Mittel für den Straßenbau halte ich daher für zu knapp kalkuliert.
Für die Umsetzung des IKEK-Programms wurden schon 30% der Kosten abgeschmolzen und wir halten es für richtig, auf alle investiven Maßnahmen einen Sperrvermerk zu setzen, um die volle Kostenkontrolle zu bewahren. Denn letztendlich ist es die SVV, die die Entscheidungen für den HH verantworten muss. Für die engagierte Arbeit der Steuerungsgruppe möchte ich mich herzlich bedanken. Meine Kollegin Elke Müller war von Anfang an dabei und wir unterstützen diese Projekte natürlich, sofern die Gelder dafür vorhanden sind.
Als letzten großen Posten will ich die Kosten für die FFW herausheben. Ich bin ein großer Fan der Homberger Feuerwehren! Und ich möchte, dass unsere MitbürgerInnen, die ihre Freizeit und gelegentlich auch ihr Leben für uns alle einsetzen, in ihren Einsätzen bestens geschützt und mit bestem Material ausgerüstet sind! Doch kann es aus meiner Sicht nicht sein, dass an uns als Kommune alle Kosten hängen bleiben für die vielen Einsätze auf den Autobahnen. Bis jetzt auf der A5. Wenn noch der Betrieb der A49 startet, dann überlastet es unsere Kommune irgendwann personell wie finanziell. Wenn der Bund Autobahnen betreibt, dann sollten auch von Bund und Land ausreichend Unterstützungsgelder für die Feuerwehren in die Kommunen fließen. Gerade beim ÖPP-Projekt A49 fließen auch die Betreiber-Gewinne in die Kassen der Investoren. Dann wäre es nur richtig, dass sie sich auch an den Einsatzkosten der Feuerwehren bei Unfällen und Havarien beteiligen. Wir bitten daher den Magistrat, hierfür Möglichkeiten zu eruieren + Gelder aktiv einzufordern.
Neben diesen skizzierten Investitionen liegen auf unserer Stadt und unserem HH weitere gewaltige Hypotheken, man könnte auch sagen Altlasten. Es sind die Fehler der Vergangenheit, die uns jetzt langsam einholen. Ein marodes Trinkwassernetz. In der letzten Januarwoche gab es allein am Ostring in 1 Woche 4 Rohrbrüche, die den Bauhof, externe Firmen und die FFW auch nachts und mit erheblichen Überstunden beschäftigt haben. Teilweise an der gleichen Stelle zum 2. Mal innerhalb weniger Jahre! Seit 2016 kann ich die Wasserrohrbrüche in unserer Großgemeinde nicht mehr zählen. Wir werden das irgendwann grundlegend angehend müssen, wie auch im IKEK-Bericht beschrieben. Allein für die Komplettsanierung unseres Trinkwassernetzes stehen Kosten von 15 Mill € im Raum. Ohne Kanalsanierung. Beim Bau der A49 wurden Rad- und Wirtschaftswege zerstört. Durch den Baustellenverkehr wurden und werden immer noch unsere Straßen zerfahren. Unsere Gremien haben es versäumt, rechtzeitig für eine entsprechende Schadensregulierung zu sorgen. Indem zuletzt 2021 die letzte Möglichkeit dazu verschenkt wurde, als sie dem RA Möller-Meinecke seine Arbeit unmöglich gemacht haben. Die finanziellen Folgen und Schäden daraus dürften gewaltig sein. Und es sind eben auch diese gravierenden Fehler der Vergangenheit, die unsere Kommune auf Jahre als Hypothek belasten werden. Auch dafür müssen wir Rücklagen bilden und gewappnet sein. Und wer in den Vorwärtsgang schaltet, muss eben auch schauen, ob der Tank überhaupt gefüllt ist!
Kommen wir zu den Rahmenbedingungen für diesen HH. Steigende Baukosten, steigende Zinsen verteuern alle Investitionen, ja machen die Kosten fast unplanbar. Der Kreis, selbst am Rande der finanziellen Leistungsfähigkeit, hätte die Kreisumlage schon in diesem Jahr um ca. 3,8 % erhöhen müssen. Sie wurde aus Rücksicht auf die Kommunen noch einmal bei 1% gedeckelt. Doch das wird mutmaßlich in den kommenden Jahren nicht mehr möglich sein. Allein der Neubau des Kreis-Krankenhauses mit seinen jetzt schon gestiegenen Kosten (68 auf 98 Mill.) wird eine steigende Kreisumlage unumgänglich machen. Nur die Höhe ist noch nicht sicher. Auch die Schulumlage wird sicher steigen. Ebenso die Personalkosten. Stellenabbau und Produktionsverlagerungen wie bei der Firma Kamax stellen weitere Unwägbarkeiten dar. Und die stets zitierte Wunderwaffe neuer Gewerbeansiedlungen greift, wenn überhaupt, erst nach vielen Jahren und spielt für unseren Betrachtungszeitraum überhaupt keine Rolle. Das alles müssen wir jetzt in unseren HH mit bedenken. Und wir können auf keinen Fall die Bürger immer stärker belasten.
Daher lehnen wir auch die Erhöhung der Hebesätze für die Grundsteuern A und B ab. Viele Menschen haben jetzt schon Schwierigkeiten, mit den inflationär steigenden Kosten in vielen Lebensbereichen klarzukommen. Wir wollen nicht, dass MitbürgerInnen ihr mühsam abbezahltes Eigentum nicht mehr halten können, weil sie die steigenden Kosten nicht mehr stemmen können. Und ich wundere mich, wo der Protest der Landwirte bleibt angesichts der gewaltigen Anhebung der Grundsteuer A? Ich vermisse die Traktoren vor dem Rathaus und wundere mich, dass ausgerechnet die CDU nahe Ladwirtschaft in Homberg jetzt so ruhig bleibt? Vielleicht kenne ich den dahinterstehenden top-secret Deal auch noch nicht. Wie auch immer, die kleinen Betriebe werden es sein, denen es damit erneut an den Kragen geht. Und hier sprechen wir eben nicht von 10 € im Monat, sondern um 100 € und mehr, wie mir Betroffene mitgeteilt haben.
Ein letztes Wort zum Personal. Wir wundern uns, dass ausgerechnet die Amtsleiter, die uns die Investitionen beim Bauen und der Umsetzung des Kita-Konzeptes so vehement nahegebracht haben, bald unsere Verwaltung verlassen wollen. Herr Lück (Bauamtsleiter) Frau Mergner (Amtsleitung Personal). Herr Tost (IKEK), ausgerechnet die Protagonisten vieler herausragender und kostenintensiver Projekte dieses Haushalts wollen unsere Stadtverwaltung verlassen? Das wirft schon Fragen auf!
Fazit: Wir halten die Kostenkalkulationen dieses Haushalts teilweise für zu niedrig und damit für unseriös. Vieles gleicht einer Black Box. Die Rahmenbedingungen sind zu wenig bedacht. Und die Kostentreiber in der Verwaltung und bei den freiwilligen Leistungen werden seit Jahren zwar diskutiert, aber nach erfolgter Haushaltsgenehmigung wird immer wieder unverändert weiter gemacht wie bisher. Es ist an der Zeit, alle Haushaltsbereiche gründlich zu durchforsten. Daher lehnen wir diesen Haushalt ab und beantragen namentliche Abstimmung darüber.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Barbara Schlemmer
Fraktionsvorsitzende Ökologische Liste Homberg (Ohm)